Nagelmodellage

Der Begriff Nagelmodellage beschreibt die Verlängerung oder Verstärkung der Naturnägel mit einem Kunststoff (z. B. Gel oder Acryl). Die Verlängerung erfolgt meist mit Hilfe eines sogenannten Tips, der aber die Nägel nicht in eine vorgefertigte Form presst, sondern sich vielmehr der natürlichen Beschaffenheit des Naturnagels anpasst. Bei einer Verstärkung wird nur der Naturnagel mit Gel oder Acryl überzogen, um ihn zu schützen und ihm mehr Stabilität zu verleihen.

Die am weitesten verbreitete Verarbeitung ist die Nagelmodellage mit UV-Gel. Es handelt sich dabei um ein Gel, das unter UV-Licht aushärtet. Dazu gibt es Härtungsgeräte mit UV-Röhren in verschiedensten Varianten – der Kunde legt hier die Hand hinein, damit das Gel härten kann. Bei der Arbeit mit Gel ist es möglich, farbige Gele und Verzierungen (z. B. Kristallsteinchen oder Einlegemotive) auf dem Nagel einzuarbeiten. Dabei spricht man von Nailart.

Kunstnägel werden genauso gepflegt, wie Naturnägel auch. Wichtig ist dabei das Kürzen, Feilen und – wenn notwendig – die Verwendung von acetonfreiem Nagellackentferner. In seriös geführten Nagelstudios sind alle Materialien vorher auf ihre gesundheitliche Verträglichkeit geprüft. Kunstnägel sind wesentlich stabiler als Naturnägel, unzerstörbar sind sie aber trotzdem nicht. Deshalb gilt folgende Faustformel: Muten Sie Ihren Kunstnägeln nur das zu, was Sie auch Ihren Naturnägeln zumuten würden.

Der Naturnägel wächst ungestört mit dem Kunstnagel weiter – aus diesem Grund ist es wichtig, die entstehende Lücke wieder aufzufüllen. Je nach Wachstumsgrad ist deshalb alle zwei bis vier Wochen eine Nachbehandlung sinnvoll. Wer keine Kunstnägel mehr tragen möchte, kann sich diese im Nagelstudio wieder entfernen lassen. Es ist nicht ratsam, die Nägel selbst abzureißen. Dabei können sich Schichten des Naturnagels lösen, was zu Papiernägeln (Nagel wird hauchdünn) führt.

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